Vorsicht mit umgekehrter Hypothek

Neuerdings können Bankkunden nicht nur Geld von ihrer Bank leihen, sondern auch umgekehrt ihre Bank beleihen und dafür einen monatlichen Betrag ausbezahlt bekommen. Die umgekehrte Hypothek ist eine Art Kredit, der an die Bank vergeben wird, diese hingegen bezahlt dem Kunden dafür einen monatlichen Betrag aus. In der Regel handelt es sich um Rentner, die ihre Rentenkasse auf diese Weise etwas aufbessern können.

Auszahlung ohne Zinsvergütung

Der Kredit wird ausschließlich auf Immobilien vergeben, die bereits vollständig abbezahlt und somit schuldenfrei sind. Das relativ neue Kreditmodell ist jedoch von Finanzexperten umstritten. Zum einen gewährt die Bank anders als bei der Kreditvergabe, bei der sie die Zinsen einbehält, keine Zinsen auf den beliehenen Betrag. Zum anderen sind die Kinder oder andere Erben nach dem Tod des Kreditnehmers zur Abzahlung verpflichtet, da die Rentenempfänger in der Regel nicht mehr zur Tilgung der Schulden fähig sind. Der Kredit wird bis zu einem Höchstalter von 110 Jahren gewährt, danach ist eine Finanzierung nicht mehr möglich.

Gut überlegen

Ein Kredit auf diesem Wege sollte daher gut überlegt sein, in vielen Fällen kann ein Alternativkredit sinnvoller sein, ohne dabei Teile einer Immobilie zu vergeben, die daraufhin zu einem Teil der Bank gehören – ohne dabei Zinsen zu erwirtschaften.

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