Kostenloses Girokonto selten wirklich kostenfrei

Die Konkurrenz im deutschen Bank-Geschäft ist groß. Um Kunden zu gewinnen, müssen die Kreditinstitute gegenüber ihren Mitstreitern mit besonders günstigen Konditionen locken. Dabei halten sie jedoch nicht immer, was sie versprechen. Beispielsweise ist nicht jedes kostenlos beworbene Girokonto tatsächlich gebührenfrei. Manche Kreditinstitute berechnen etwa eine Nichtverwendungsgebühr für Girokonten, auf denen der monatliche Geldtransfer zu niedrig ausfällt. Und auch wenn der Geldeingang pro Monat unter der vereinbarten Grenze liegt, berechnen manche Kreditinstitute auf einmal horrende Gebühren.

Geringverdiener aufgepasst

So fallen zum Beispiel bei der Commerzbank derartige Gebühren an, wenn monatlich weniger 1.200 Euro auf das Konto eingezahlt werden. Kostenfrei ist das Girokonto bei dieser Bank lediglich, wenn die Monatlichen Geldeingänge diese Grenze überschreiten. Deshalb sollten vor allem Verbraucher mit einem geringen Verdienst auf die Konditionen des so genannten kostenlosen Girokontos achten und vor Vertragsabschluss mit einer Kreditinstitut das berühmte Kleingedruckte mit großer Sorgfalt studieren. Gesonderte Achtsamkeit sollte hierbei vor allem der Abschnitt erhalten, in dem es um den Mindestgeldeingang geht. Denn hierfür werden in der Regel besonders hohe Gebühren verlangt.

Ein bedingungsfrei unentgeltliches Girokonto gibt findet man heutzutage weder bei Sparkassen noch bei vielen Banken. Bei der Postbank wird zum Beispiel ein Girokonto nur dann kostenfrei angeboten, wenn monatlich mindestens 1.000 Euro auf das Konto eingehen. Wird weniger eingezahlt, fallen pro Monat Gebühren in Höhe von 5,90 Euro an. Die als kostenfrei beworbene Kreditkarte ist ebenfalls nicht unentgeltlich, denn ab dem zweiten Jahr fallen Gebühren an.

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